Forschungsprojekte

Jungen als Problemgruppe der Personalarbeit 
Es gibt viele Hinweise, dass zunehmend Jungen und nicht mehr wie noch in den 70ern und 80er Jahren Mädchen die Problemgruppe in Schule und Ausbildung darstellen. So ist der Bielefelder Sozialwissenschaftler und Jugendforscher Klaus Hurrelmann „über die Dynamik besorgt, mit der das einstig starke Geschlecht an der Schule zurückfällt". Jungen werden nicht nur in der Schule, sondern generell zunehmend als Sorgenkinder im Erziehungsbereich wahrgenommen. Sie fallen häufiger auf durch Störungen der Impulskontrolle, des Sozialverhaltens sowie mit einer starken Neigung zur Gewalttätigkeit. In unserem Projekt werden aus personalwirtschaftlicher Sicht die Anforderungen an die Arbeitswelt der Zukunft ermittelt und daraus die zukünftigen Anforderungen an junge männliche Bewerber abgeleitet. Daneben wollen wir in die konkrete Umsetzung gehen. Gedacht ist etwa an ein Mentorenprogramm, in dem männliche Auszubildende den nachwachsenden Geschlechtskollegen als positives Rollenvorbild in der Zeit der Berufs- und Selbstfindung zur Seite stehen.
Das Projekt wird unterstützt von der Stiftung des Metallarbeitgeberverbands Saar (Stiftung ME-Saar, www.stiftung-mesaar.de) und der Stiftung Europrofession (www.europrofession.de).

Erfolgfaktor Qualifizierung für das Management von Service Centern
In zwei Projekten werden aktuell Zusammenhänge zwischen Standortfaktoren und dem Erfolg von Service Centern ermittelt. Wir stützen uns dabei auf ein strategisches Modell von Hild und Beck, das zwischen sogen. High Road-Service Centern und Low Road-Service Centern unterscheidet. High Road-Organisationen stützen sich auf eine hohe Qualität, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen; Low Road-Modelle versuchen Kostenvorteile zu realisieren.
Wir untersuchen unsere Fragestellungen einmal mit einer breit angelegten schriftlichen Befragung bei deutschen Service Centern, daneben mit Fallstudien im internationalen Umfeld zu beantworten.